Das OLG Hamm entschied im Januar 2015, dass Nutzung des Mobiltelefons durch einen Kraftfahrzeugführer als Navigationshilfe bzw. zur Internetabfrage Benutzung i.S. des § 23 Abs. 1a StVO ist, wenn das Mobiltelefon dafür in der Hand gehalten wird ( Az: 1 RBs 232/14).

Nicht unter den Begriff des Mobiltelefons, so entschied das Amtsgericht Waldbröl am 31.10.2014, fallen Geräte wie ein iPod, mit denen man nur über eine Internetverbindung gegebenenfalls telefonieren kann (Az: 44 Owi-225 Js 1055/14-121/14).

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Das OLG Hamm schließt sich dabei der herrschenden obergerichtlichen Rechtsprechung an, wonach auch die Nutzung der Navigationsfunktion des Mobiltelefons unter § 23 Abs. 1a StVO fällt, wonach jegliche Nutzung untersagt wird, soweit das Mobiltelefon in der Hand gehalten wird. Die Bedienung eines in einer Halteschale steckenden Mobiltelefons fällt nicht hierunter.

In dem Fall, über den das Amtsgericht Waldbröl zu entscheiden hatte, ging es um ein Diktat mit einem iPod.

Im Gegensatz zu einem Mobiltelefon, unter dem man ein tragbares Telefon versteht, das über Funk mit dem Telefonnetz kommuniziert und daher ortsunabhängig eingesetzt werden kann, ist ein iPod ein tragbares digitales Medienabspielgerät, das über keine eigenständige Telefonfunktion und keine SIM-Karte verfügt. Nur durch Benutzen einer „App“ ist telefonieren über eine WLAN-Verbindung möglich.

Ein Funkgerät oder einen Walkie-Talkie sind ebenfalls keine Mobiltelefone.